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  • Sarah Schoeneich

Wenn es laut ist in Deinem Kopf... Und was das mit Resilienz zu tun hat.

Resilienz — psychische Widerstandskraft — bedeutet nicht, dass dir die Dinge egal werden oder sie dich nicht tangieren. Resilienz bedeutet Selbstregulation, und zwar konstant. Und natürlich vor allem in Situationen, die Dich belasten.

Ich hatte kürzlich ein Vorstellungsgespräch für eine interessante Stelle, für die ich eigentlich in bestimmten Bereichen zu wenig Erfahrung besitze.

Im Gespräch wurde ich genau zu diesem Manko befragt und bin nervös geworden, hab mich verfaselt und irgendwelche Erklärungen angebracht.


Das hat mich vor allem am darauffolgenden Tag noch sehr beschäftigt und ich konnte kaum an was anderes denken. Ich hatte das Gefühl, nicht gut genug gewesen zu sein, was oft schmerzhaft ist, vielleicht kennst Du das?


Was mir bei der Selbstregulation hilft, und somit bei Akzeptanz und schließlich beim Loslassen, ist, die inneren Anteile wahrzunehmen, die nun zum Stimmenchaos in meinem Kopf beitragen.

Die vier Stimmen oder auch Anteile, die ich ausmachen kann, sagen unter anderem folgende Sätze:


  1. Die mit dem Universum Verbundene: „If it doesn’t open, it’s not your door.“

  2. Die Kritikerin: „Du hättest Dich wirklich mal besser vorbereiten können. Hättest Dir doch denken können, dass die das so fragen.“

  3. Die Anerkennung-Suchende: „Wenn Du das so und so gesagt hättest, hätten sie dich bestimmt viel besser gefunden.“

  4. Die Abwertende: „Sch… arrogante Leute, auf die hab ich eh keinen Bock.“

Es ist also nicht so, dass mit zunehmender Resilienz oder auch Selbstkenntnis (denn die ist von größter Bedeutung für Resilienz) diese Stimmen nicht mehr da sind.


Das, was sich verändert, ist wie Du sie „containen“, also in Dir halten kannst.

Und wie Du dann damit umgehst: Glaubst du den Stimmen? Einer? Allen?


Oder gibt es in Dir auch noch einen anderen Ort, von dem aus Du diese Stimmen, die Anteile in Dir, wahrnehmen, beobachten und sogar moderieren kannst?

Ich lade Dich dazu ein, diesen Ort, Dein Selbst, zu erkunden, Dich damit zu verbinden und dann noch Mal auf deine Anteile zu schauen. Vielleicht kannst Du von dort sogar ihre positiven Absichten verstehen. Und so das Stimmengewirr etwas sortieren und schauen, welche Haltung Du zur jeweiligen Situation tatsächlich hast.


Viel Freude bei der Forschungsreise in Deine Innenwelt! Wenn Du Dir dabei Unterstützung wünschst, kontaktiere mich gern!

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